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Trockene Magnete
Für Fälle, in denen kein LHe zur Verfügung steht, bietet Cryogenic eine Serie von "trockenen" Magneten an, die ohne LHe auskommen (CFM, Cryogen Free Magnet). Diese Magnete werden von einer zweistufigen Kältemaschine durch Kontakt gekühlt. Cryogenic ist einer der führenden Hersteller solcher CFMs und hat mehrere englische und europäische Auszeichnungen für seine Pionierarbeit auf diesem Gebiet erhalten.
Die Bedienung eines CFMs ist äußerst einfach. Nach Einschalten der Kältemaschine kühlt der Magnet ab, die Abkühlzeiten hängen von der Größe d. h. der Masse der Spule ab und liegt etwa zwischen einem halben und drei Tagen. Die Abkühlung wird über eine Reihe von Sensoren von der Software überwacht und kann am Bildschirm verfolgt werden. Nach dem Erreichen der Betriebstemperatur kann mit dem CFM wie mit jedem anderen SL-Magneten gearbeitet werden. Quenched ein CFM einmal, muß nur gewartet werden, bis er wieder kalt ist. Der teure Verlust von LHe fällt natürlich weg.
Die Standard-CFMs werden für Feldstärken bis 15 T angeboten.
Neben den Solenoiden bietet Cryogenic die CFMs auch in Split-Pair-Konfiguration mit Abständen von 40 mm - 100 mm an. Auf Wunsch werden auch andere Dimensionen gefertigt.
Auch für die CFMs bietet Cryogenic Tieftemperatur-Einsätze (VTI) an, insbesondere auch ein "trockenes" Modell, welches Probentemperaturen im Bereich 4,2 K - 300 K ermöglicht. Tiefere Temperaturen können mit zusätzlichem LHe erreicht werden.
Meßsysteme
Von den angebotenen, auf supraleitenden Magneten basierenden Meßsystemen ist das S600X SQUID Magnetometer das wichtigste. Es dient zur Messung magnetischer Eigenschaften als Funktion von Magnetfeld und Temperatur.
Das Herz dieses einzigartigen Meßsystems besteht aus einem SQUID mit einer Empfindlichkeit von ca. 10-30 Joule.Hz-1/2. Diese Empfindlichkeit liegt etwa um den Faktor 108 über der entsprechender Halbleiter-Meßgeräte, daher können mit dem S600X kleinste magnetische Signale präzise und schnell gemessen werden.
Von den verschiedenen möglichen Meßkonfigurationen des S600X wird meistens die für die Messung des totalen magnetischen Moments gewählt, bei der die Probe durch eine Anordnung von Pick-Up-Spulen (Gradiometer zweiter Ordnung) bewegt wird. Mit dieser Anordnung sind Auflösungen unterhalb 10-11 Am2 ohne weiteres erreichbar.
Für das S600X sind eine Reihe von Erweiterungen erhältlich, unter anderem für AC Messungen (10-2 - 500 Hz), Messbereichserweiterung zu größeren Signalen hin, höhere Probentemperatur mittels Ofen-Einsatz (bis 700 K) und Mehrachsen-Messungen.
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